Bistum Hildesheim: Bilanz verstößt gegen eigene Bistumsordnung

22. Oktober 2013

Mit seiner nicht zu rechtfertigenden Abweichung von den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung verstößt das Bistum Hildesheim offenbar gegen seine eigene Bistumsordnung. Der „Bestätigungsvermerk“ der Wirtschaftsprüfer besagt gerade, dass der Jahresabschuss des Bistums kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage zeichnet.

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Bistum Hildesheim: Grundsätze ordnungswidriger Buchführung

21. Oktober 2013

Entgegen der Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert das Bistum Hildesheim systematisch keine Grundstücke und Gebäude – und lässt sich das auch noch von Wirtschaftsprüfern bestätigen.

Von dem kleinen Fauxpas mit dem hundertfachen Missbrauchstäter Andreas L. aus Salzgitter abgesehen, muss man dem Bistum Hildesheim eine exzellente Öffentlichkeitsarbeit bescheinigen. Unredlich, aber erfolgreich: So gelang es Hildesheim, sich als Musterbistum in Sachen Missbrauch zu etablieren, obwohl auch nach der Verabschiedung der Missbrauchsleitlinien 2002 bis zum Missbrauchsskandal 2010 fast ununterbrochen Missbrauchstäter mit Wissen der Bistumsleitung mit Kindern eingesetzt waren. 2010 täuschten Bischof Norbert Trelle und sein Missbrauchsbeauftragter, der jetzige Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, ihre Mitarbeiter und die Öffentlichkeit, indem sie so behaupteten, die Ausführungsbestimmungen zum Missbrauch seien schon vor dem Missbrauchsskandal in Kraft gesetzt worden und nicht erst danach.

Auch nun wird das Bistum Hildesheim in den Medien wieder als Musterbeispiel genannt, weil es schon seit Jahren einen Geschäftsbericht „nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften” vorlege, der von einer Wirtschaftsprüfungsfirma bestätigt sei.

Ein Grund für Skydaddy, sich mal kurz den letzten Geschäftsbericht des Bistums Hildesheim anzusehen.

Das Bistum enttäuscht nicht!

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Wer prüft „Mixas“ Buchführung in Schrobenhausen?

16. Juni 2010

Es hat den Anschein, als ob heute dieselbe Firma in Schrobenhausen die Buchführung der „Ära Mixa“ prüft, die damals bereits Teile der Buchführung erledigt und auch geprüft hat. Demzufolge würde die Firma ein Urteil über ihre eigene Arbeit abgeben. 

In einem Interview mit der WELT von heute sagte Mixa:

WELT ONLINE: Und was ist mit Vorwürfen die sich auf Unregelmäßigkeiten in Ihrem Finanzgebaren beziehen?

Mixa: Inzwischen hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen „Solidaris“ die finanziellen Angelegenheiten überprüft und als gewissenhaft befunden. Diese Untersuchungen sind allerdings noch nicht ganz abgeschlossen.

Ich verstehe das so, als ob Solidaris die Buchführung in dem Kinderheim bzw. der Pfarrei während der Zeit von Mixa als Stadtpfarrer noch einmal prüft, nachdem jüngst Vorwürfe gegen Mixa wegen Untreue laut geworden sind.

In einem älteren Artikel fand ich folgende Information (Hervorhebungen von mir):

Nur Prüfberichte

„Diese Geschichten kamen erst nach dem Tod des früheren Heimleiters Fred Hasslbauer 1999 auf“, erinnert sich Rosina Straub, die damals wie heute als Vertreterin des Landkreises im Stiftungsrat saß. Dem Stiftungsrat seien in den Jahren davor stets geprüfte Bilanzen vorgelegt worden, „und die haben sich nicht so angehört, dass da ein Verdacht aufgekommen wäre“. Und die Prüfungsberichte des renommierten Unternehmens Solidaris hätten keine Details enthalten.

Das bestätigt auch der damalige Stiftungsrat Paul Schnitzler. „Es gab in der Regel zwei oder drei Sitzungen im Jahr, und was uns gesagt wurde, erschien ausreichend zu sein.“ Die Jahresergebnisse seien stets positiv gewesen, und eine eigene Prüfung habe es damals nicht gegeben, „dafür war ja Solidaris da, die haben ja auch Teile der Buchhaltung gemacht.“ Vielleicht wäre das alles anders gewesen, wenn die Zahlen nicht so positiv ausgesehen hätten, mutmaßt Schnitzler. So aber hätten sich keine Verdachtsmomente ergeben.

Ich hatte zunächst vermutet, Mixa könnte sich in dem WELT-Interview auf die damaligen Prüfungsberichte bezogen haben. Aber er sagt ja:

Diese Untersuchungen sind allerdings noch nicht ganz abgeschlossen.

Demzufolge würde die Solidaris hier ihre eigene Buchhaltung und ihre eigenen Berichte prüfen.

Kein Wunder, wenn dann – Mixa zufolge – herauskommt:

Inzwischen hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen „Solidaris“ die finanziellen Angelegenheiten überprüft und als gewissenhaft befunden.

Die Firma Solidaris hat mir auf eine Anfrage mitgeteilt, man könne darauf nicht näher eingehen, da die Kommentierung von mandatsbezogenen Sachverhalten gegen die berufsrechtlich auferlegte Verschwiegenheitspflicht verstoße und man sich dadurch strafbar machen würde.


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