Gebetsraumcheck am Flughafen Berlin

30. Januar 2010

Neulich war ich in Berlin, um Carsten Frerk und Philipp Möller vom hpd einen Besuch abzustatten. Dabei war ich auch am Flughafen Tegel – es war also Zeit für eine weitere Gebetsraum-Recherche.

Im Internet sah es so aus, als gäbe es zwar eine Flughafenseelsorge für die beiden derzeitigen Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld (wobei es allerdings wohl nur einen Seelsorger gibt, und der hat sein Büro am Flughafen Schönefeld), allerdings keinen speziellen Gebetsraum.

Meine Informanten am Flughafen Tegel sagten mir jedoch, es gäbe am Flughafen Schönefeld einen christlichen Andachtsraum bei der Flughafenseelsorge. Außerdem käme der Flughafenseelsorger auch zu vorher angekündigten Zeiten zum Flughafen Tegel für Rundgänge – offenbar, um sich die Sorgen und Nöte der dortigen Beschäftigten und Reisenden anzuhören und, wenn ich es richtig verstanden habe, auch mit ihnen zu singen oder so etwas ähnliches.

Nachdem dies der erste Flughafen (den ich aufsuchte) ohne Gebetsraum war, erkundigte ich mich, was denn die Muslime machen würden, wenn sie beten wollten. Die Antwort war ähnlich wie die, die ich in Düsseldorf erhalten hatte: Die Muslime erkundigen sich (offenbar gerne bei muslimischen Taxifahrern), wo die Gebetsrichtung ist, und suchen sich einen mehr oder weniger stillen Platz, um dort ihr Gebet zu verrichten. Für die rituelle Waschung benutzen sie die Flughafentoiletten.

Ich hatte also trotz aller Bemühungen wieder keine Möglichkeit, ein Kreuz umzudrehen… 😉 Ich muss mir mal einen Christenfisch-Aufkleber besorgen und den dann verkehrt herum im nächsten Andachtsraum aufkleben. Ich habe nämlich mal gelesen, dass der Fisch in eine bestimmte Richtung „gucken“ muss, sonst ist es sozusagen ein Antichristenfisch. Leider habe ich vergessen, ob es links oder rechts war…

Deshalb kann ich auch noch nicht verraten, an welchem Flughafen ich als nächstes den Gebetsraum untersuchen werde. Sonst lauert mir der Flughafenseelsorger noch auf…


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