Mixa wiederholt Hitler/Atheismus-Lüge gegenüber Schülern

11. Dezember 2009

Der Augsburger Bischof Mixa – gleichzeitig als Militärbischof auch für die berufsethische Erziehung aller Bundeswehrsoldaten (nicht nur der katholischen) zuständig, hat erneut Hitler mit Atheismus gleichgesetzt. Er antwortete auf Fragen von Gymnasiasten:

Laut einem Spiegel-online-Artikel führen Sie die Verbrechen des Nationalsozialismus auf den Atheismus zurück.

Mixa: „Es gibt einen humanen Atheismus und es gibt den brutalen Atheismus, bei dem sich Menschen an die Stelle Gottes setzen. Im 20. Jahrhundert wurden 125 Millionen Menschen getötet. Dafür stehen Namen wie Lenin, Stalin, Hitler und Milosevic. Wir stehen einander alle gleich wichtig und gleich würdig gegenüber, das ist in den Ideologien des brutalen Atheismus nicht der Fall. Dort hat der Stärkere immer Recht. Jedoch hat keiner ein Verfügungsrecht über das Leben des anderen.“

Da kann ich ja gleich einen weiteren Artikel aus der Schublade ziehen: Der Katholik Dr. Josef Mengele. Ansonsten verweise ich auf auf meine Einträge

Meldung via Atheist Media Blog.

Nachtrag: Immerhin lässt sich eine interessante Entwicklung feststellen: Mixa unterscheidet oben zwischen „humanem Atheismus“ und „brutalem Atheismus“. Damit ist dann allerdings die Luft raus aus der ständigen Gleichsetzung à la Mixa und Meisner, denn die Warnung vor dem Atheismus macht ja nur Sinn, wenn dieser zwangsläufig ins Verderben führt.

In Mixas Osterpredigt hieß es laut Manuskript noch:

„Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet“, heißt es in Mixas vorab veröffentlichter Osterpredigt. „Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden.“ [SPIEGEL ONLINE]

Das könnte darauf hindeuten, dass Mixa/Meisner langsam merken, dass ihre plumpe Gleichsetzung gottlos=Greuel nicht zieht.

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Der Katholik Dr. Josef Mengele

11. Dezember 2009

Josef Mengele wurde am 16 März 1911 in Günzburg (Donau) geboren. Er war der zweite Sohn eines wohlhabenden süddeutschen Industriellen. Seine Familie war streng katholisch und Mengele legte stets Wert darauf als „katholisch“ und nicht wie es für die Nazis üblich war als „gläubig“ bezeichnet zu werden. [„Als Gott und die Weltschliefen„]

Josef Mengele war ein KZ-Arzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und berüchtigt für seine Menschenversuche, die die Opfer meistens töteten. [Wikipedia, Hervorhebung z.T. von mir.]

Anmerkung: Welcher Konfession KZ-Arzt Mengele sich zugehörig gefühlt hat wäre mir ziemlich gleichgültig, würden nicht Leute wie die Bischöfe Mixa und Meisner immer wieder den Eindruck erwecken, die Nazis wären „gottlos“ oder „Atheisten“ gewesen.


„Zuerst Katholik und danach Staatsbürger“

16. November 2009

Ich hatte ja neulich schon angemerkt, dass Bischof Mixa als Militärbischof untragbar ist, spätestens seitdem er zum Ignorieren des jüngsten Kruzifix-Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aufgerufen hat.

Mixas engster Berater Dirk-Hermann-Voss hat dazu jetzt noch mal nachgelegt: Auf die Frage, ob es problematisch sei, dazu aufzurufen, eine Gerichtsentscheidung zu ignorieren, sagte er laut der Rheinischen Post: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Ein katholischer Christ könne eine derartige Fehlentscheidung nicht hinnehmen. Hier gelte: „Zuerst Katholik und danach Staatsbürger.“

Wer die Devise ausgibt „Zuerst Katholik und danach Staatsbürger“ darf nicht mit der berufsethischen Ausbildung von Soldaten betraut werden.

Dank an Atheist Media Blog für den Hinweis.


Aus dem 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)

16. November 2009

Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Weltanschauung. Diese politische Bewegung entstand in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Seine in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) organisierten Anhänger gelangten unter Adolf Hitler 1933 zur Herrschaft und errichteten eine totalitäre Diktatur, den „Führerstaat“ bzw. das „Dritte Reich“. Sie vollzogen seit 1939 die Eroberungskriege, die den Zweiten Weltkrieg auslösten, und verübten die Verbrechen des Holocaust. Ihre Herrschaft endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. [Wikipedia]

Aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP:

Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden.

Hinweis: Ich will damit natürlich nicht Christen pauschal mit Nazis oder Faschisten gleichsetzen. Es wäre mir viel lieber, ich müsste hier überhaupt keine Nazi-Texte wiedergeben. Leider ist es aber so, dass Bischöfe wie Mixa und Meisner gerne Geschichtsfälschung betreiben und so tun, als seien die Nazis „gottlos“ und „Atheisten“ gewesen. Deshalb erscheint es mir notwendig, darauf hinzuweisen, wie es wirklich war.

Wikipedia-Artikel zum 25-Punkte-Programm der NSDAP


Judenfeindliche Darstellungen an und in deutschen Kirchen

13. November 2009

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht 1938 hat Bischof Mixa am 9. November in der Augsburger Synagoge eine Gedenkansprache gehalten.

Dabei sprach er laut Redemanuskript von „den atheistischen Gewalttätern“ und behauptete, der Hass der Nazis „gegen den Gott der Väter, sein Antisemitismus hatte seine Wurzeln außerhalb der christlichen Kultur und des christlichen Glaubens.“

Nachdem Michael Schmidt-Salomon bereits bei früherer Gelegenheit darauf hingewiesen hat, dass Atheisten in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der SS unerwünscht waren, möchte ich auf zwei Beispiele christlicher Kultur hinweisen, die noch weniger bekannt sind.

Es handelt sich um antisemitische Darstellungen, von denen sich immer noch nicht wenige an und in deutschen Kirchen (!) befinden: Judensäue und „Synagoga“-Darstellungen.

Aus dem Wikipedia-Artikel „Judensau“:

Das mittelalterliche Bild einer „Judensau“ stellt Menschen und Schweine in intimem Kontakt dar. Die menschlichen Figuren zeigen die typischen Kennzeichen jüdischer Kleidung – etwa den damaligen „Judenhut“ oder den Gelben Ring. In der häufigsten Variante saugen diese als Juden kenntlich gemachten Figuren wie Ferkel an den Zitzen einer Sau. In anderen Darstellungen reiten sie verkehrt herum auf einem Schwein: das Gesicht dem After zugewandt, aus dem Urin spritzt. Auf wieder anderen Darstellungen umarmen oder küssen sie Schweine.

Judensäue finden sich z.B. am oder im Kölner Dom, dem Regensburger Dom, dem Xantener Dom, dem Erfurter Dom und der Stadtkirche zu Wittenberg.

Eine andere judenfeindliche Darstellung ist die der „Synagoga“ – einer Frauenfigur, die das Judentum symbolisiert und typischerweise in Verbindung mit einer zweiten Figur dargestellt wird – nämlich der „Ecclesia“, die für das Christentum steht.

Aus dem Wikipedia-Artikel „Synagoga“:

Die Ecclesia wird meist mit einer Krone auf dem Haupt, sowie einem Banner und einem Abendmahlskelch dargestellt.

Im Kontrast dazu wird die Synagoga meist mit herunterfallender Krone, als Symbol der damals proklamierten Überwindung des Judentums durch das Christentum, sowie mit einer Binde über den Augen dargestellt; dies soll andeuten, dass die Synagoga, also das symbolisierte Judentum, Christus als den „wahren Messias“ nicht erkennt. Darüber hinaus besitzt die Synagoga oft weitere Attribute, wie eine zerbrochene Lanze oder einen Ziegenkopf. Oft ist ihr Gesicht abgewandt und manchmal wird sie gemeinsam mit dem Teufel abgebildet.

Bekannt ist beispielsweise die Darstellung von Ecclesia und Synagoga im Bamberger Dom.

Wie gesagt: Bis heute sind solche widerwärtigen Darstellungen an und in deutschen Kirchen zu sehen, und dennoch erdreistet sich Bischof Mixa zu behaupten, der Antisemitismus der Nazis hätte seine Wurzeln außerhalb der christlichen Kultur und des christlichen Glaubens.

Außer den Wikipedia-Artikeln gibt es hier und hier noch Informationen zur „Synagoga“-Darstellung.

Update: Olyly wies mich noch auf diesen Beitrag von Vilmoskörte hin. Die Martin-Luther-Gedächtniskirche in Berlin… Lasst Euch überraschen…


Mixa als Militärbischof untragbar!

13. November 2009

Walter Mixa ist nicht nur Bischof von Augsburg, sondern seines Zeichens auch katholischer Militärbischof der deutschen Bundeswehr. Seine Militärgeistlichen sind – zusammen mit ihren evangelischen Kollegen – für den sog. „Lebenskundlichen Unterricht“ (LKU) für die Soldaten zuständig – und zwar für alle Soldaten – es besteht seit diesem Jahr keine Möglichkeit mehr, dem LKU fernzubleiben, da er gemäß Dienstvorschrift (ZDv 10/4) „kein Religionsunterricht und auch keine Form der Religionsausübung im Sinne von § 36 des Soldatengesetzes [ist], sondern eine berufsethische Qualifizierungsmaßnahme und damit verpflichtend. Er wird in der Regel von Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorgern und im Bedarfsfall auch von anderen berufsethisch besonders qualifizierten Lehrkräften erteilt.“

Mit „Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorgern“ sind hier – um es noch einmal ausdrücklich zu sagen – Militärgeistliche gemeint, also meist katholische oder evangelische Militärpfarrer. Die übrigens vom Staat – also aus allgemeinen Steuergeldern – bezahlt werden.

Von jemandem, der für die berufsethische Qualifizierung der deutschen Soldaten zuständig ist, müsste man erwarten, dass er die Grundsätze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – also des Grundgesetzes respektiert. Dazu gehören auch die allgemeinen, universellen Menschenrechte.

Es kann deshalb nicht hingenommen werden, wenn Bischof Mixa – laut einer Schlagzeile bei domradio.de – zu „zivilem Ungehorsam“ gegen die kürzliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) aufruft, dass obligatorische Kruzifixe in Schulklassen unzulässig sind, und Politikern empfiehlt, das Straßburger Urteil  „schlichtweg zu ignorieren“.

Die Straßburger Richter sind – übrigens einstimmig – praktisch zu dem selben Urteil gelangt wie schon das Bundesverfassungsgericht 1995. Auch in den USA wären Kreuze in öffentlichen Schulen übrigens verfassungswidrig. Wie kann Mixa sich anmaßen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menscherechte – und damit praktisch auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts als „Verachtung der Menschenrechte“ zu bezeichnen?

Nun, in typischer Großkirchenmanier stellt Mixa das, was seiner Kirche nützt, über Grund- und Menschenrechte. Oder, mit den Worten des Atheist Media Blogs: „Bischof Mixa scheißt auf’s Kreuz-Urteil“.

Wem höchstrichterliche Urteile zu Menschenrechten egal sind, wenn sie ihm nicht passen – und wer dann noch öffentlich zu zivilem Ungehorsam aufruft und dazu, diese Urteile zu ignorieren – der darf nicht Militärbischof sein!


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