Leere Drohung

14. Februar 2010

Zur gleichen Zeit, wo die Kirchen Olympiapfarrer nach Vancouver schicken, jammern sie über drohende Einnahmeverluste bei einer weiteren Steuerreform. („Dann schreien wir laut aua„.) Natürlich nicht ohne den Hinweis, man werde „als erstes bei den Beratungsleistungen und den Kindertagesstätten sparen müssen, um den Kernaufgaben der Kirche weiter nachkommen zu können.“

Damit lassen die Kirchen endlich mal die Katze aus dem Sack – nachdem sich insbesondere die Evangelische Kirche in den vergangenen Monaten bereits mehrfach gegen weitere Steuersenkungen ausgesprochen hatte. Allerdings (so z.B. die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann) mit der Begründung, diese seien angesichts der Staatsverschuldung „ethisch nicht mehr vertretbar“. (Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass diese Äußerungen durchaus auch im Hinblick auf die Kirchensteuer zu sehen sind.)

Kein Grund zur Panik!

Wie ich bereits gelegentlich erläutert habe, wäre es für die Kirchen äußerst unattraktiv, in den beiden oben genannten Bereichen zu sparen. Und zwar aus zwei Gründen:

  1. Die Kirchen schneiden sich dabei ins eigene Fleisch, da es um den kirchlichen Nachwuchs bzw. die Auslastung ihrer eigenen Einrichtungen geht.
  2. Aufgrund des niedrigen finanziellen Eigenanteils in diesen Bereichen ist hier das Verhältnis von „Schaden“ zu Einsparpotenzial extrem unattraktiv.

Das heißt, die Kirchen werden dort nicht als erstes, sondern als letztes sparen (mehr dazu weiter unten).

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