Bundespräsident Gauck will mehr Männer in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Militär

21. Mai 2012

Wünscht sich mehr Männer in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Militär: Bundespräsident Hans-Joachim Gauck

Wie das Bundespräsidialamt erst jetzt bekannt gab, hat Bundespräsident Hans-Joachim Gauck zu Vatertag von Männern mehr Engagement in gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Militär gefordert.

In einer Ansprache auf dem deutschen Burschenschaftstag in Mannheim hob der Bundespräsident die Bedeutung von Männern für die deutsche Gesellschaft hervor. Er sei der Auffassung, dass Deutschland seine Stärke und seinen Wohlstand auch daher habe, dass Männer immer wieder politisches Handeln provoziert hätten. Das Engagement von Männern spiele eine wichtige Rolle.

Deshalb, so der Bundespräsident, wünsche er sich mehr Männer in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Militär. Diese Bereiche bräuchten Menschen, die eine Haltung haben und mutig dafür eintreten. Sie bräuchten jene überzeugten und deshalb überzeugenden Persönlichkeiten, wie sie oft und zu unserem Wohl aus der Gruppe der Männer gekommen sind.

Hintergrund: Bundespräsident Gauck wünscht sich mehr Christen in der Politik


Bundespräsident Gauck wünscht sich mehr Christen in der Politik

21. Mai 2012

Christen sind in der Politik bereits überrepräsentiert. Der gesellschaftliche Fortschritt der letzten 5 Jahrzehnte ist durch eine „Entchristlichung“ des Rechts geprägt. Der Bundespräsident sollte lieber Konfessionslose zu mehr politischem Engagement ermuntern.

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Bundeswehr: Nur noch jeder zweite Soldat ist Christ

18. Mai 2012

Tabelle aus der Antwort der Bundesregierung.

Nun ist es also quasi „Militärbischofsamtlich“: Nur noch etwa jeder zweite Soldat der Bundeswehr gehört einer der beiden großen christlichen Konfessionen an.  Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion der Grünen im Bundestag hervor:

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103% der Rekruten beim Gelöbnisgottesdienst

16. März 2011

Wieder einmal ist von einem Bundeswehr-Gelöbnis zu lesen, bei dem ein bemerkenswert hoher Anteil der Rekruten am Gelöbnisgottesdienst teilgenommen hat. Der Bundeswehr zufolge haben bei einem Gelöbnis in Westheim (Rheinland-Pfalz) am 17. Februar 2011 291 Rekruten teilgenommen. Der Militärseelsorge zufolge sollen „rund 300“ Rekruten am Gelöbnisgottesdienst teilgenommen haben. Das erinnert stark an ein Gelöbnis in Thüringen, über das ich berichtet hatte, und wo man mir seitens der Bundeswehr mitgeteilt hatte, es sei dort seit Jahren Praxis, dass die Rekruten geschlossen zum Gelöbnisgottesdienst gingen.

Das wirft allerdings die Frage auf, wie es um die Freiwilligkeit der Teilnahme bestellt ist — ein verfassungsmäßiges Grundrecht, das die Soldaten „tapfer zu verteidigen“ geloben. Der Anteil christlicher Soldaten dürfte in Rheinland-Pfalz vielleicht bei zwei Dritteln liegen.

Eine Vorstellung davon, wie hoch die Teilnehmerquote bei einem freiwilligen Gelöbnisgottesdienst ist, liefert dieser Bundeswehr-Artikel:

Pastoralreferent Bernhard Heimbach, katholischer Standortpfarrer am Standort Strausberg, rührte bis zehn Uhr kräftig die Werbetrommel für den katholischen Gelöbnisgottesdienst. Weit über 50 Personen fanden schließlich den Weg zum Feldgottesdienst.

Angesichts der Zahl von 683 Rekruten, die bei der Veranstaltung ihr Gelöbnis ablegten, wäre das eine Teilnahmequote von unter 10 Prozent!

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Anmerkung: Art 136 (4) WRV, Bestandteil des Grundgesetzes, legt fest:

Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.

Und Art 141 WRV bestimmt:

Soweit das Bedürfnis nach Gottesdienst und Seelsorge im Heer […] besteht, sind die Religionsgesellschaften zur Vornahme religiöser Handlungen zuzu lassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist.


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