Wann tritt Heinz Eggert aus der Kirche aus?

22. November 2012

In der gestrigen Anne-Will-Sendung erklärte der evangelisch-lutherische Theologe Heinz Eggert (1:11:45)

“Ein Gott, der eine Hölle einrichtet, um im Grunde Andersdenkende zu vernichten – da wäre ich der erste, der aus der Kirche austreten und öffentlich abschwören würde.”

Herr Eggert ist Wikpedia zufolge evangelisch-lutherisch und somit vermutlich Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Landeskriche Sachsens. (Das Folgende gilt aber m.W. für alle Lutheraner.) Er sollte sich mal die Bekenntnisse seiner Kirche durchlesen. Die sächsische Landeskirche beruft sich nämlich auch auf das Augsburger Bekenntnis von 1830, über das ich neulich schon im Zusammenhang mit der evangelikalen Lukas-Schule in München gebloggt habe. Darin werden die Hölle zwei Mal, der (bzw. die) Teufel sechs Mal erwähnt, ferner „ewiger Gotteszorn“ und „ewige Verdammnis“.

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Überraschung: Evangelikale liberaler als Bayerische Landeskirche

16. November 2012

In der Diskussion um die evangelikale Lukas-Schule in München wirft die Landeskirche fleißig Nebelkerzen: Es wird eingeräumt, was nicht abzustreiten ist. Es wird „widerlegt“, was niemand behauptet hat. Die Evangelikalen seien nicht fundamentalistisch, wird erklärt; ihre theologische Basis widerspreche dem von evangelischen Trägern geforderten Bekenntnis nicht. Bei genauem Hinsehen zeigt sich: Die Landeskirche kann die Evangelikalen nicht als Fundamentalisten bezeichnen, weil das Bekenntnis der Landeskirche von 1530 noch radikaler ist als die evangelikale Glaubensbasis von 1846.

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Hey, Margot Käßmann, tralleri trallera trallehoppsassa

12. Dezember 2009

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, äußerte sich kürzlich in einem Kamingespräch mit dem Sender Phoenix (Ausstrahlung morgen, Sonntag, 13 und 22:30 Uhr) wie folgt zur evangelikalen Bewegung:

Diese sei „Teil unserer Kirche“ und stärker einem fundamentalistischen Flügel zugeordnet. Zugleich wandte die Bischöfin sich gegen einen Fundamentalismus, der andere herabwürdige und deshalb nicht mehr dem Christentum entspreche: „Wenn es anfängt, in eine fast kriegerische Sprache überzugehen, dann ist das nicht mehr akzeptabel. Da ist ein Punkt erreicht, der mit unserer evangelischen Kirche nicht mehr vereinbar ist. (…) Es gibt solche Gruppen. Die würde ich dann aber nicht mehr auf dem Boden unserer Grundsätze sehen.“

Kriegerische Sprache nicht mit der evangelischen Kirche vereinbar?

Schon mal was vom „Herrn Zebaoth“ gehört, Bischöfin Käßmann? Eine Bezeichnung für Gott. Kommt 274 mal in der Bibel vor. Es bedeutet „Herr der Heerscharen„. In der katholischen Einheitsübersetzung wird es mit „Herr der Heere“ übersetzt.

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