Verkehrte Welt bei evangelisch.de

25. Mai 2012

Heute beginnt der internationale Kongress „Die atheistische Perspektive“ in Köln. Gerne wäre ich auch dabei gewesen, leider konnte ich es aber nicht einrichten.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als Kirchenkritiker und Atheisten einfach totgeschwiegen wurden. In einer Zeit, wo man die breitere Öffentlichkeit höchstens über Leserbriefe erreichen konnte, funktionierte das Totschweigen auch – heute, zu Zeiten des Internets, allerdings nicht mehr.

Außerdem haben Atheisten in den letzten Jahren natürlich auch außerhalb des Internets an Aufmerksamkeit gewonnen, spätestens seit den „Buskampagnen“ in vielen Ländern – von England über Deutschland bis nach Australien sind die Atheisten nicht mehr totzuschweigen.

Sobald das nicht mehr möglich ist, ändern die Kirchen ihre Taktik. Unliebsame Konkurrenz wird dann als unqualifiziert, auf jeden Fall aber als nicht ernst zu nehmen, dargestellt. Ganz nach dem Gandhi-Spruch: „Erst ignorieren sie dich, dann lachen Sie dich aus, dann bekämpfen sie dich – und dann gewinnst du!“

Das offizielle EKD-Portal für Desinformation und Artikel, für die sich andere Medien zu schade sind, evangelisch.de, musste deshalb natürlich anlässlich der Atheistentagung einen Artikel in dem gönnerhaft-herablassenden Ton bringen, wie wir ihn von Berufschristen gewohnt sind. (Und natürlich zugegebenermaßen von mir, Skydaddy – nur dass meine Artikel der Information dienen und nicht der Desinformation.)

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Laizisten und Konfessionslose in der SPD formieren sich

27. Mai 2010

Die Laizisten und Konfessionslosen in der SPD laden zu einem Gründungsvorbereitungstreffen am 19./20. Juni nach Nürnberg ein.

Im Haus des HVD Nürnberg wird zwei Tage lang beraten,  welche Ziele und Aufgaben ein Arbeitskreis der Laizisten in der SPD haben soll. Im Herbst soll dann die eigentliche Gründungsversammlung erfolgen, denn man will natürlich auch die offizielle Anerkennung als Arbeitskreis durch den Parteivorstand erreichen.

Die Initiatoren halten es für wichtig, auch für die Parteimitglieder, die eine klare Trennung von Staat und Kirche für richtig halten, die Interessen zu formulieren. Zudem müsse das große humanistische Erbe der SPD gepflegt und wachgehalten werden. Die wachsende Zahl Konfessionsloser, Atheisten und Agnostiker sollen künftig merken, dass die SPD nicht nur aus Menschen besteht, die den Schulterschluss mit den Kirchen suchen.

Schon etwa 120 Mitglieder haben sich auf der SPD-internen Internetplattform der Gruppe angeschlossen, nun gilt es, sie auch als Arbeitskreis zu organisieren. SPD-Mitglieder und -freunde, die mitmachen möchten, sind immer herzlich willkommen.


Ketzerpodcast: Neue Ausschnitte bei YouTube

30. März 2010

Es sind jetzt wieder Ausschnitte der neuesten Folge auf dem YouTube-Kanal des Ketzerpodcasts, und zwar zu folgenden Themen:

  • Vertuschung und Meldepflicht (1:28)
    Bischof Ackermann gesteht ein, dass vertuscht worden ist. Die bayerischen Bischöfe fordern eine Meldepflicht bei sexuellem Missbrauch.
  • Falsche Tatsachenbehauptungen (1:45)
    Wer stellt falsche Tatsachenbehauptungen auf – die Bundesjustizministerin oder die katholische Kirche?
  • Leid-Linien 1: Gewerkschaft der Polizei kritisiert die Leitlinien der Kirche (9:45)
    Leid-Linien 2 – Die Kirche spielt auf Zeit (2:37)
    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert das Vorgehen der katholischen Kirche bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch. In ihrer Mitgliederzeitschrift findet sich im April ein vierseitiger Artikel mit dem Titel „Die Leid-Linien der katholischen Kirche“, in dem der Verfasser, Peter Jamin, der Kirche vorwarf, die Strafverfolgungsbehörden zu behindern und auf Zeit zu spielen.
  • Zollitsch unter Beschuss 1 (9:44)
    Report Mainz und die Badische Zeitung berichtete, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, habe in den 90er Jahren als Personalreferent des Bistums Freiburg einen der Pädophilie verdächtigten Priester in den Ruhestand versetzt, ohne die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten. Das Bistum reagierte mit einem Dementi, das exakt den gleichen Sachverhalt wiedergab. Außerdem wurde – offenbar wurde kurzfristig eine Arbeitsgruppe zur Untersuchung von Fällen von sexuellem Missbrauch – auch die Vergangenheit betreffend – eingesetzt
  • Zollitsch unter Beschuss 2: Der Knackpunkt (1:19)
    Matthias erläutert, weshalb Zollitschs damaliges Verhalten Fragen aufwirft.
  • Keine Kontrollinstanz (1:47)
    Die katholische Kirche verfügt zwar über Leitlinien zum Vorgehen bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch – die Einhaltung dieser Regeln wird allerdings nicht kontrolliert.
    Trotzdem gut, dass Gott nicht strafend eingreift.
  • Hirtenbrief: belangloses Geschwätz (3:18)
    Der Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal in Irland.
    Peinlich und schwer zu ertragen.
  • Hirtenbrief: Bezug zur deutschen Kirche (2:15)
    Angeblich soll der Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal in Irland ja auch für Deutschland gelten.
    Ausgerechnet da, wo der Papst zur Überprüfung der kirchlichen Richtlinien aufruft, wendet er sich allerdings ausdrücklich an die Kirche in Irland.
  • Hirtenbrief: Deutliche Worte? (2:12)
    Es war zu hören, der Papst habe in seinem Hirtenbrief zum Missbrauchsskandal in Irland „deutliche Worte“ gebraucht.
    Matthias zeigt anhand Ratzingers Äußerungen zu Homosexualität, wie es klingt, wenn der Papst wirklich deutliche Worte findet.
  • Atheisten ohne moralische Maßstäbe? (0:30)
    Nach Monaten erklärte das Oberhaupt der Katholiken den Gläubigen in seinem Hirtenbrief, dass sexueller Missbrauch eindeutig als Verbrechen zu verurteilen ist.
    Da wären die Podcast-Ketzer nie drauf gekommen.
  • Kirchenaustritte und schwindendes Vertrauen in die Kirche (4:09)
    In Österreich haben die Kirchenaustritte in Folge des Missbrauchsskandals deutlich zugenommen. Wie ist die Entwicklung in Deutschland einzuschätzen?
    Einer Umfrage zufolge sollen nur 10% der Bevölkerung meinen, die Kirche täte genug zur Aufklärung der sexuellen Missbrauchsfälle. Wenn das so bleibt – wer soll dann noch seine Kinder in katholische Einrichtungen schicken?
  • Kindergärtnerinnen werden entlassen, Priester versetzt (1:51)
    Die katholische Kirche hat eigentümliche Maßstäbe: Einer Kindergärtnerin, die unehelich mit ihrem Partner zusammenlebt, droht die Kündigung, während pädosexuelle Priester lediglich versetzt werden.
  • Sammelklagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen die Kirche (3:19)
    In Österreich und den USA sollen Sammelklagen gegen einzelne Bischöfe bzw. die katholische Kirche wegen Vertuschung von sexuellen Missbrauchsfällen vorbereitet werden.
  • SPIEGEL-Statistik: Die Liste des Schreckens (2:02)
    DER SPIEGEL veröffentlichte eine „Liste des Schreckens“ – eine Auflistung von Missbrauchsfällen in Deutschland.
    Der offene Brief eines Opfers zeigt, wie diese Statistik von der Kirchenseite geschönt wird.

Weihnachten mit religiösen Verwandten? – BINGO!

23. Dezember 2009

Bei „Friendly Atheist“ Hemant Mehta habe ich vorhin dieses „Atheisten-Bingo“ gefunden. Keine Ahnung, wer der Urheber ist; ich habe es übersetzt und geringfügig auf deutsche Verhältnisse angepasst. Viel Spaß!


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