Gotteswahn: Rabbinerorganisation warnt, offene Homosexualität in den Streitkräften könne zu Naturkatastrophen führen

22. Februar 2010

Rabbi Yehuda Levin ist der Sprecher der bereits 65 Jahre alten Rabbinischen Allianz von Amerika (Rabbinical Alliance of America), die immerhin knapp 1.000 orthodoxe Rabbiner vertritt.

Damit lässt sich der Schwachsinn, den Mr. Levin in dem folgenden Video absondert, nicht mehr als Einzelfall abtun:

Levin spricht sich in dem Video dagegen aus, dass Homosexuelle in den US-Streitkräften sich zukünftig nicht mehr „verstecken“ müssen sollen. Sein Hauptargument: Es widerspräche der Tora. Gott strafe Orte mit vielen Homosexuellen, wie z.B. New York am 11. September 2001 oder New Orleans durch den Hurrikan Katrina 2005.

Auszüge seines Statements (ich hab‘ leider gerade keine Zeit zum Übersetzen):

„When Americans are suffering economically and millions need jobs, it’s shocking that the Administration is focused on its ultra-liberal militantly homosexualist agenda forcing the highlighting of homosexuals and homosexuality on an unwilling military. This is the equivalent of the spiritual rape of our military to satisfy the most extreme and selfish cadre of President Obama’s kooky coalition.
We agree with Eileen Donnelly of the Center for Military Readiness that this will hurt the cohesiveness of the military, cause many to leave the army, and dramatically lower the number of recruits, perhaps leading to the reinstatement of a compulsory draft.

„Thirteen months before 9/11, on the day New York City passed homosexual domestic partnership regulations, I joined a group of Rabbis at a City Hall prayer service, pleading with G-d not to visit disaster on the city of N.Y. We have seen the underground earthquake, tsunami, Katrina, and now Haiti. All this is in sync with a two thousand year old teaching in the Talmud that the practice of homosexuality is a spiritual cause of earthquakes. Once a disaster is unleashed, innocents are also victims just like in Chernobyl.

„We plead with saner heads in Congress and the Pentagon to stop sodomization of our military and our society. Enough is enough.“

Gefunden bei RichardDawkins.net.

Original-Pressemitteilung: 1000 Rabbis Warn: Open Homosexuality in the Military is a Disaster and May Cause Further Natural Disasters.


WHO spricht sich gegen Beschneidung von Säuglingen und Kindern aus

27. Dezember 2009

Befürworter der Beschneidung weisen gerne auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO hin, die die Beschneidung von Männern als zusätzliche Maßnahme zur Vorbeugung gegen HIV/AIDS in Ländern mit hohen „heterosexuellen“ HIV-Infektionsraten und geringen Beschneidungsraten bei Männern empfiehlt.

Was dabei meines Erachtens nicht ausreichend betont wird ist, dass die WHO sich nur auf die freiwillige Beschneidung erwachsener Männer bezieht:

Countries should ensure that male circumcision is provided with full adherence to medical ethics and human rights principles, including informed consent, confidentiality, and absence of coercion. [Hervorhebungen von mir.]

Mit anderen Worten: Die WHO fordert, dass die Beschneidung von Männern nur nach ausreichender Information, freiwilliger Zustimmung und ohne Zwang durchgeführt wird. Diese Kriterien können bei Säuglingen und Kindern nicht erfüllt sein.

Und um weiteren Missverständnissen vorzubeugen: An anderer Stelle heißt es:

A more rapid public health benefit will be achieved if age groups at highest risk of acquiring HIV are prioritized, although providing male circumcision services to younger age groups will also have public health impact over the longer term. [Hervorhebung von mir.]

Wenn hier von „jüngeren Altersgruppen“ die Rede ist, zielt das nicht auf die Beschneidung von Kindern ab, sondern es geht hier um die Priorisierung von Altersgruppen, um den Effekt von Beschneidungsprogrammen zu maximieren. So berichtet der Spiegel zu diesem Thema, in Manhattan sei in einer Bevölkerungsgruppe jeder fünfte zwischen 40 und 50 Jahren HIV-infiziert. Dementsprechend würde man sich zu Beginn des Beschneidungsprogramms vor allem auf die entsprechende Altersgruppe konzentrieren, um dann im Verlauf des Programms auch jüngere Altersgruppen mit einzubeziehen – damit wäre aber hier „jünger als 40“ oder „jünger als 30“ gemeint. Offensichtlich wäre es Ressourcenverschwendung, im Zuge solcher Programme Säuglinge und Kinder zu beschneiden, die auf absehbare Zeit noch gar keinen Geschlechtsverkehr haben.

Damit spricht sich die WHO implizit gegen die Beschneidung von Säuglingen und Kindern aus: Wenn selbst mit der Begründung der HIV/AIDS-Vorbeugung die Beschneidung nicht ohne informierte Einwilligung und unter Zwang erfolgen darf, dann darf sie dies ohne den Zweck der Aids-Vorbeugung erst recht nicht. Jedenfalls kann die WHO-Empfehlung nicht zur Verteidigung der Säuglings- und Kinderbeschneidung herangezogen werden.

Persönliche Anmerkung: Ich frage mich: Wer bereit ist, sich aus Gründen der AIDS-Vorbeugung beschneiden zu lassen, der müsste doch auch willens und in der Lage sein, ein Kondom zu benutzen. Und ich vermute mal, dass es mit Kondom keine Rolle spielt, ob sich darunter eine Vorhaut befindet oder nicht. Aus präventivmedizinischer Sicht zumindest…

Hintergrund: Gotteswahn

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