Alles Gute, Karlheinz Deschner!

23. Mai 2012

Dokumentation: „Die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner“ (1998) von Ricarda Hinz und Jaques Tilly.
Hier die Playlist. (Spielt alle 7 Teile hintereinander ab.)

Heute ist der 88. Geburtstag von Karlheinz Deschner. Michael Schmidt-Salomon „sammelte“ gestern Glückwünsche für ihn bei Facebook ein, was mich spontan zu folgender kleinen „Laudatio“ inspirierte:

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Neues Buch von Michael Schmidt-Salomon: Keine Macht den Doofen

13. Februar 2012

Heute, am 13. Februar 2012, erscheint das neue Buch von Michael Schmidt-Salomon: „Keine Macht den Doofen“.

Im Vorfeld hatte ich gehört, Michael sei die Religionskritik zu langweilig geworden; er habe es satt, immer nur als Religionskritiker wahrgenommen zu werden, deshalb wolle er sich in Zukunft stärker der Dummheit zuwenden, die in anderen Bereichen der Gesellschaft grassiert, z.B. in Wirtschaft und Politik. Ich hatte daher zeitweise befürchtet, Deutschland würde einen seiner großartigsten Religionskritiker verlieren. Aber weit gefehlt: Wer die Religionskritik von „MSS“ mag, kommt auch bei diesem Buch voll auf seine Kosten: 5,99 Euro (4,99 für das E-Book) für knapp 128 Seiten erscheinen mir angemessen, denn diese Seiten haben es wirklich in sich und waren für meinen Geschmack viel zu früh zu Ende, ich hätte gerne noch mehr gelesen.

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Neues zur „Papst-Verhaftung“ von Richard Dawkins

22. Oktober 2010

Gestern Abend war ich mit Christian (deradmiral) vom Ketzerpodcast, auf der Buchvorstellung von „Die Schöpfungslüge“ (The Greatest Show on Earth) von Richard Dawkins in Mülheim an der Ruhr.

Zu der Veranstaltung schreibe ich noch einen separaten Artikel, aber hier schon mal ein interessanter Hinweis:

Ein Zuhörer fragte, was denn eigentlich aus der angedachten „Papst-Verhaftung“ geworden sei, die anlässlich des Staatsbesuchs von Benedikt in Großbritannien vor ein paar Wochen mal durch die Medien geisterte.

Dawkins sagte, es sei ein hochkarätiger Menschenrechtsanwalt engagiert worden, um ein Gutachten anzufertigen. Dieses Gutachten sei pünktlich zum Papstbesuch in England in Buchform veröffentlicht worden:

The Case of the Pope: Vatican Accountability for Human Rights Abuse von Geoffrey Robertson. 240 Seiten, EUR 5,50 bei amazon.de.

Die Leserbewertungen versprechen eine interessante Lektüre.

Dawkins gestern: Der Fall ist dargelegt, es steht alles in dem Buch, verfasst von einem sehr angesehenen Juristen. Jedes Land, jeder Staatsanwalt, der das möchte, kann sich aus diesem Buch bedienen. „If we could find a country which had the balls…“ [Gelächter]


Gewerkschaft der Polizei: „Ermittler in Priesterrobe“ ersetzen nicht die Polizei

18. März 2010

Passend zur vorigen Meldung hier eine Pressemitteilung der Gewerkschaft der Polizei (GdP):

Berlin, 17. März 2010

Aufklärung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche:

GdP: „Ermittler in Priesterrobe“ ersetzen nicht die Polizei

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die katholische Kirche aufgefordert, die Ermittlungen bei Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen nicht auf eigene Faust durchzuführen, sondern den staatlichen Verfolgungsbehörden zu überlassen. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Die Aufklärung von Straftaten ist Sache derer, die gesetzlich legitimiert sind, dafür ausgebildet wurden und über große Fachkenntnis durch Hunderttausende von Ermittlungs- und Gerichtsverfahren verfügen: Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte. Bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen muss unverzüglich Anzeige bei der Polizei erstattet werden.“

In der April-Ausgabe ihres Fachorgans DEUTSCHE POLIZEI setzt sich die GdP kritisch mit den für die innerkirchlichen Ermittlungen maßgeblichen „Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der deutschen Bischofskonferenz“ auseinander, die im Jahre 2002 nach einer Welle von Mißbrauchsfällen in den USA von der Bischofskonferenz erlassen wurden.

Autor Peter Jamin: „Geradezu als Herrscher über Recht und Gesetz positionieren sich die Bischöfe, wenn sie in ihrem Papier bestimmen, wann ein Fall als erwiesen gilt, dem Verdächtigen zu Selbstanzeige geraten und gegebenenfalls das Gespräch mit der Staatsanwaltschaft gesucht wird.“ GdP-Vorsitzender Freiberg: „Hier ersetzt Kirchen-Justiz die des Staates.“

Nach Auffassung der GdP wird durch die Vorgehensweise der Kirche der Opferschutz missachtet. Freiberg: „Bei Opferhelfern, Polizei und Justiz besteht heute weitgehend Einigkeit darüber, dass vor allem minderjährige Opfer-Zeugen mit größtmöglicher Behutsamkeit, nicht mehrmals und auf keinen Fall von Laien zum Geschehen befragt werden dürfen. Davon ist in den Leitlinien keine Rede.“

Die Leitlinien der deutschen Bischofskonferenz, so Freiberg, bergen die Gefahr der Vertuschung und Verschleierung. Freiberg: „Die katholische Kirche täte gut daran sich durch ein sofortiges Einschalten der Strafverfolgungsbehörden in solchen Fällen nicht dieses Verdachtes auszusetzen.“


Kreuz in Amtsräumen

27. Februar 2010

Gestern hatte ich in einem Artikel zu Kreuzen in Gerichtssälen bereits aus Gerhard Czermaks Buch „Religion und Weltanschauung in Gesellschaft und Recht“ zitiert.

Heute habe ich ein Interview mit Dr. Czermak zu dem Thema durchgeführt und er hat mir freundlicherweise gestattet, hier den kompletten Eintrag zum „Kreuz in Amtsräumen“ zu veröffentlichen:

Kreuz in Amtsräumen

I. Grundwiderspruch. Das christliche Hauptsymbol als Ausstattungsgegenstand in staatlichen und anderen, insbesondere kommunalen, Amtsräumen der öffentlichen Hand wie Ratssälen, Gerichtssälen und Gefängnissen ist in weiten Teilen der Bundesrepublik, oft flächendeckend, verbreitet. Das kommt auch in zahllosen Zeitungs- und Fernsehberichten sowie Filmen, auch Gerichtsreportagen, zum Ausdruck, in denen das Kreuzsymbol gern auffällig oder zwangsläufig ins Bild gesetzt wird. Dieser nur selten problematisierte Tatbestand ist nicht einfach folkloristisch, sondern deswegen erstaunlich, weil er in unauflösbarem Widerspruch zur rechtlichen Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland steht. Die Bundesrepublik ist unbestritten ein Staat, der sich nicht religiös definiert, dessen Staatszweck rein weltlich ist und in dem (theoretisch) alle Bürger unabhängig von ihrer religiös-weltanschaulichen Einstellung gleiche Rechte haben. Der Staat muss insoweit neutral, d. h. unparteilich sein. Er muss zu allen derartigen Richtungen gleiche Distanz wahren bzw. sie ggf. nach gleichen Kriterien fördern. Das alles ist an sich selbstverständlich und wird nie generell bestritten. Das Neutralitätsgebot ergibt sich eindeutig aus dem gesamten Komplex der religionsrechtlichen Regelungen des GG (s. unter Neutralität) und gilt ausnahmslos in allen Bundesländern mit Vorrang gegenüber ggf. anderslautenden bzw. missverständlichen landesrechtlichen Regelungen (vgl. Art. 31 GG).

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Der Westen wird religionsfrei

15. November 2009

Andreas Müller verschönt mir den Sonntag mit diesem Artikel:

Die Säkularisierungshypothese hat sich allen Unkenrufen zum Trotz als wahr erwiesen. Mit zunehmender wirtschaftlicher Sicherheit und allgemein zugänglicher Bildung sinkt in allen modernen Staaten die Religiosität. Die USA wird moderat christlich – eine Übergangsphase – und Europa wird atheistisch.

Mehr bei Aufklärung 2.0.


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