EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider lehnt „Sühnopfer“ ab

Stellt sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und amtierende EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider gegen DEN zentralen christlichen Glaubensinhalt?

Gegenüber der Frankfurter Rundschau sprach er sich dagegen aus, dass man „einem Einzelnen alle Schuld aufbürdet und gleichsam ein Sühnopfer verlangt“.

Die Lehre von Jesu Sühnopfer, mit dem er alle Gläubigen von ihrer Schuld erlöst, ist allerdings absoluter Glaubenskern des Christentums. Schon in Paulus erstem Brief an die Korinther (15,3) findet sich das Glaubensbekenntnis, „dass Christus gestorben ist für unsre Sünden“. Oder in Luthers kleinem Katechismus – für Schneider als Protestant ja sicher nicht nicht ganz unbedeutend – heißt es unter Punkt 14:

Ich glaube, daß Jesus Christus […] mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold und Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben […]

Der Heidelberger Katechismus ( alle hier angegebenen Katechismen werden auf der EKD-Homepage unter „Glaube“ als Bekenntnisse aufgeführt) erläutert im Abschnitt „Von des Menschen Erlösung“ detailliert und mit zahlreichen Bibelstellen als Beleg, warum das so sein muss (folgender Auszug ohne Bibelstellen):

12. Wenn wir denn nach dem gerechten Urteil Gottes zeitliche und ewige Strafe verdient haben, wie können wir dieser Strafe entgehen und wieder seine Gnade erlangen?

Gott will, dass seiner Gerechtigkeit Genugtuung geschehe; deshalb müssen wir diese Genugtuung entweder selber leisten oder durch einen anderen vollkommene Bezahlung tun.

13. Können wir aber selbst diese Bezahlung leisten?

Mitnichten, sondern wir machen auch die Schuld noch täglich größer.

14. Kann aber irgend eine bloße Kreatur für uns bezahlen?

Keine; denn erstens will Gott an keiner anderen Kreatur strafen, was der Mensch verschuldet hat. Zweitens kann auch keine bloße Kreatur die Last des ewigen Zornes Gottes wider die Sünde ertragen und andere davon erlösen.

15. Was für einen Mittler und Erlöser müssen wir denn suchen?

Einen solchen, der ein wahrer und gerechter Mensch und doch stärker als alle Kreaturen, das heißt zugleich wahrer Gott ist.

16. Warum muss er ein wahrer und gerechter Mensch sein?

Weil die Gerechtigkeit Gottes erfordert, dass die menschliche Natur, die gesündigt hat, für die Sünde bezahlt, aber einer, der selbst ein Sünder wäre, nicht für andere bezahlen könnte.

17. Warum muss er zugleich wahrer Gott sein?

Damit er aus der Kraft seiner Gottheit die Last des Zornes Gottes an seiner Menschheit ertragen und uns die Gerechtigkeit und das Leben erwerben und wiedergeben kann.

18. Wer ist aber dieser Mittler, der zugleich wahrer Gott und ein wahrer, gerechter Mensch ist?

Unser Herr Jesus Christus, der uns zur vollkommenen Erlösung und Gerechtigkeit geschenkt ist.

19. Woher weißt du das?

Aus dem heiligen Evangelium, welches Gott selbst im Anfang im Paradies geoffenbart hat, durch die heiligen Erzväter und Propheten verkündigen ließ und durch die Opfer und andere Zeremonien des Gesetzes vorgebildet hat; zuletzt ließ er es aber durch seinen geliebten Sohn erfüllen.

Oh, ich vergaß: Präses Schneider sagte das nicht im Zusammenhang mit Jesu Sühnopfer, sondern mit Kritik an dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland im Hinblick auf das Unglück bei der Loveparade.

Vermutlich beruft sich Schneider auf das Motto „Quod licet Iovi, non licet bovi„: Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt.

15 Antworten zu EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider lehnt „Sühnopfer“ ab

  1. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, vertritt die gleiche Ansicht: http://www.kreuz.net/article.9028.html

    Wir sollten für die sündigen Seelen dieser beiden Spitzen-Häretiker beten.😉

  2. Herr Schneider!
    Frage? Wer hat Sie zu einem Christen gemacht?
    Gott und sein Christus-oder-war es der Wunsch ihrer Mutter oder Erbtante?
    Von Anfang der Menscheit wie von Anfang des Urchristentums hat Gott und dann sein Christus,
    seine Diener,Jünger, Aposteln ud alle Nachfolger Jesu Christi bis zu dem heutigen Tag,
    1.selber Berufen und selber zubereitet;
    2.selber ihnen die Erwählung und Wiedergeburt erfahren lassen;
    3. selber die Lizen und Legitimation Gottes überreicht durch das Dreifache Zeugnis Gottes;
    4. selber ihnen das Zeugnis Jesu Christi ausgestellt,
    das Zeugnis Jesu Chrisi ist der Geist der
    Weissagung und Prophetie, das Sie sicherlich nicht empfangen haben bei so viel antichristlichen Unsinn den sie verbreiten mit solchen Aussagen der Finsternis.
    Gott gibt auch Ihnen die Zeit zur Buße und Bekehrung!
    Ich wrde es tun an Ihrer Stelle, sonst leiste sie denen Gesellschaft in der Ewigkeit, die schon vor Ihnen zum Teufel gefahren sind als getaufte „fromme“ Sünder. (Der Wiedergeburtschrist Gottes!)

  3. W.Klosterhalfen,
    Weder Gott noch Christus hat uns geboten noch verlangt, für die Irrlichter und falschen Propheten zu beten!
    Gott sagt: Komm nicht zu mir vor das Angesicht, um für solche bewusste Heuchler und Theologie-GOTTES- Verfälscher zu beten um Nachsicht bei ihrem Gericht zur Verdammnis!
    „Wer Sünde tut ist vom Teufel“ schreibt Johannes in seinem 1.Hirtenbrief an die Gemeinden.
    Und das Sühn-Opfer Jesu Christi und Lamm-Gottes für alle Menschen,die des guten Willens sind,
    IST die größte Sünde wider Gott und seinem Christus!

  4. Amazone sagt:

    @petersemenczuk:
    Mir Gott verhält es sich ganz einfach: Es gibt ihn nicht, genausowenig wie den Teufel und die anderen Gespenster, die in Ihrem Kopf herumgeistern.

  5. Amazone,
    Ich habe in der Geschichte der wahren frommen Juden
    unter dem Gott der Juden und der Heidenchristen einen Psalm gefunden,(eine Psychoanalyse) eines ungläubigen Menschen gefunden,von dem es heißt schon vor 3000 Jahren,den der Klönig der Juden mit Namen David verfasst hat, da heißt es: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen; Es gibt keinen GOTT.
    Sie taugen nichts und sind ein Gräuel mit ihrem Wesen; da ist keiner,der Gutes tue.
    DER HERR schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass Er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
    Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner,der Gutes tue, auch nicht einer.
    Will denn der Übeltäter keines das merken, die mein Volk fressen, dass sie sich nähren;aber den Herrn rufen sie nicht an?
    Da fürchten sie sind; denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.
    Ihr schändet des Armen Rat; aber Gott ist seine Zuversicht. Psalm 14,/ Weissagug des König Davids.

    Wie traurig und zerrissen muss ein menschliches Leben
    sein, wenn es lebt ohne den wahren Schöpfer- Gott und seinem Christus,der dem Menschen seinen Geist und Wort, Glauben und wahre Liebe ins Innere des Menschen gibt, auf dass ein solcher, selbst in schweren Zeiten
    überleben kann durch seinen neuen Inneren Geist, Glauben und Kraft?
    Amazone,Dieses und meine Wenigkeit hat nichts mit den Dir bekannten Religionen,Kirchen,Tempeln, Gemeindne und sekten zu tun,SONDERN,mit dem wahren gegenwärtigen Gott und Herrn Jesus Christus, der auch vor deines Herzens-Tür steht und klopft an, und bittet Dich, öffne mir die Tür!!!
    (Der Wiedergeburtschrist Gottes)

    • Amazone sagt:

      @petersemenczuk:

      „Die Toren sprechen in ihrem Herzen; Es gibt keinen GOTT. Sie taugen nichts und sind ein Gräuel mit ihrem Wesen; da ist keiner,der Gutes tue.“

      Gegen derartige Anwürfe von Christen bin ich schon lange immun. Trotzdem frage ich mich, woher Sie sich die Frechheit anmaßen, mir vorzuwerfen, ich wäre ein „Gräuel“ und würde „nichts Gutes tun“. Mein Leben ist weder traurig, noch zerrissen und das ändern auch Sie nicht, indem Sie versuchen, mich zu beleidigen.
      Ihren Psalmenquatsch können Sie sich für den Psychologen Ihres Vertrauens aufheben.
      Gottlose Grüße!

  6. Max Headroom sagt:

    „Ich habe in der Geschichte der wahren frommen Juden (..)“

    Bei so etwas, einfach das Lieblingsbuch aus dem Bücherregal schnappen. Egal ob Moby Dick, Harry Potter, die Biographie von Elvis Presley oder die Bedienungsanleitung des Staubsaugers. In jedem schriftlichem Werk finden sich Buchstaben, die man für *irgendwas* nutzen kann, mit der typischen „Ich habe da ’ne Geschichte, die passt sehr gut hierhin …“. Es soll sogar Menschen geben, die erfinden sich magische Wesen, weil sie sich selbst nicht mächtig genug für eine Veränderung der Welt ansehen🙂 .

    @Topic
    Schneider ist nicht der erste, der mit „leichten Modifikationen“ an dem Glauben versucht, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und erst recht nicht der erste, seit der Erfindung des organisierten Geisteranbetens. Zu allen Zeiten war es Mode, sich mit „leichten Anpassungen“ der Sätze, der Überzeugungen, sich möglichst unbemerkt aus dem Schlamassel zu schleichen, welches sie mit zu verantworten haben. Es ist völlig egal was der aramäisch-sprechende Wüstenheini damals redete oder zu Mittag verspeiste. Die Taten geschahen in der *heutigen* Zeit, und die Opfer leben sogar noch. Es ist die (sorry) verdammte Pflicht, den Opfern Gerechtigkeit zuzusprechen. Täter gehören bestraft und die Opfer „nebenbei“ entschädigt, und zwar ausnahmslos und in voller Höhe. Wenn sogar für heissen Kaffe Millionensummen über die Theke wandern, dann ist die Reaktion von den Erfindern (!) der „Nächstenliebe“ nur noch mit Abscheu und Ekel zu beschreiben.

  7. Amazone,
    wenn ich Ihnen noch antworte dann nur deshalb,
    weil mein Schöpfer- Gott es will,
    dass ich keinem Menschen etwas schuldig bleibe.

    Ich habe,wie Sie nachverfolgen können hier,
    Herrn Klosterhalfer meinen Beitrag gewidmet,
    in dem Sie >provozierendSpielwiese< Ihrer provozierenden und mit Ihnen, vergänglichen "Weisheiten" und "Erkenntnissen"aus!
    (Der Wiedergeburtschrist Gottes!)

  8. Da fehlt mal wieder die Hälfte meines Kommentar.
    Das ist Demokratie und tätige Toleranz HEUTE.

  9. Petrus sagt:

    Herr Petersemenczuk,

    Mit Ihren Ansichten gehören Sie zu einer absoluten
    Minderheit in Westeuropa.
    Beschleichen Sie nicht manchmal Zweifel, ob es vielleicht nicht die Mehrheit ist die falschliegt?

    OK, die Mehrheit muß nicht recht haben, aber Ihre
    Selbstsicherheit in diesen religiösen Fragen ist schon
    frappierend.

    Ich glaube schon lange nicht mehr an die wörtliche Auslegung der Bibel.

    Sie führt meiner Ansicht nach auch zu einem weltfremden Leben.

  10. „Petrus“,
    Viele sind berufen-doch wenige sind auserwählt sagt Christus!
    Ich weiß nicht wer Sie zu einem Christen gemacht hat,
    der Nemensgeber Jesus Christus bestimmt nicht,den dann wüßten Sie, was ER von seinen berufenen, zubereiteten,wiedergeborenen und erwählten, und von Gott zu Pfingsten legitimierten Jünger gesagt und gefordert hat.
    Qualität zeichnet den wahren Christen,Jünger und Nachfolger Jesu Chrisi aus, und nicht,bla,bla, bla, der gemieteten oder geklauten Predigtvorlagen einer mit christlichen Name sich schmückenden Religion, Kirche, Tempel , Gemeinde oder Sekte.

    Von Anfang der Welt und Menschheit, hat der Schöpfer- Gott,seine Diener(Männer und Frauen),
    immer selber ge- und berufen;
    immer selber zubereitet zu dem geistlichen Amt als Diener, Jünger, Prophet und Theologe/Gotteslehrer.

    Dieser wahrhaftige lebendige und gegenwärtige Gott,
    der >Heute< derselbe ist,
    hat seine Diener und Theologen/Gotteslehrer,
    Nie von den irdischen Elite Schulen und Theologischen Seminare der in Jerusalem, der in Griechenland, der
    in Ägypten, der in Asien und der in Rom geholt mit ihren importiierten Gottheit der Iris und der Isis.

    Darum missbrauchen Sie Herr"Petrus", den Namen Gottes nicht und treiben Sie keinen Etikettenschwindel mit seiner einzig wahren Lehre und Theologie, von der Sie keine Ahnung haben, noch eine Lizenz Gottes, sie zu verkündigen, weil Sie das auch nicht leben täglich, was Christus seinen Jüngern und Aposteln geboten hat.
    "Liebet ihr mich,so halten meine Gebote"
    "Umsonst habt ihr es empfangen, Umsonst gebt es weiter"!
    Judas trug den Beutel mit Spenden und Kollekten, darum nannte ihn Christus einen Dieb und dann, eine Teufel, weil er um des Mammon wegen,Christus verraten hat! (Der Wiedergeburtschrist Gottes!)
    Tun Sie Herr "Petrus" das?

  11. Petrus sagt:

    Hallo Herr Petersemenczuk,

    Wenn ich Sie richtig interpretiere, halten Sie sich für auserwählt.
    Wie leben denn Sie ihr Christsein täglich?
    Dazu müssen Sie sich nun bekennen, wer so im
    Forum auftritt, muß Farbe bekennen.
    Wieviel Spenden Sie?
    Welche Gotteserfahrung haben Sie gemacht?

    Oder sind gar Sie der Wolf im Schafpelz, der nur
    fromm schwätzt? Ich hoffe nicht.
    Melde mich jetzt nicht mehr zu Wort.

  12. Solchen Menschen und Selbst-gemachten Christen und Fromme, hat Jesus Christus gesagt und sie damit auch gemeint indem Er zu seinen Jüngern sprach:
    Ich bin die Tür,
    (einmal zum Reich Gottes und zum andern:
    Ich bin die Tür, für den der ein geistiges Amt von Gott begehrt,
    Wer woanders einsteigt, (durch eine hausgemachte Lehre und Theologie der von Gott abgefallenen Religionen, Kirchen,Tempeln, Gemeinden und Sekten,
    DER IST EIN DIEB UND EIN MÖRDER! Johannes 10,1-9
    Das muss Ihnen reichen!
    Hätten Sie Herr „Petrus“ den Geist Gottes, dann wüssten Sie welches Geistes Kind ich bin, aber die anmaßenden und selbstberufenen blinde Blindenleiter, wie Christus solche nannte, wissen das nicht weil sie unter der Herzensblindheit leiden!

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