Bravo, Frau Lieberknecht!

Gerne schreibe ich auch mal etwas Positives:

Während die neue niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan aus CDU und CSU in unglaublicher Weise kritisiert wurde – immerhin hatte sie mit ihrer Ablehnung von Schulkreuzen lediglich die Auffassung des Bundesverfassungserichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wiedergegeben – hat sich tatsächlich eine Stimme der, na ja, fast schon Solidarität gefunden, und zwar dort, wo man es womöglich am wenigsten vermutet hätte:

Ausgerechnet die CDU-Ministerpräsidenten von Thüringen, Christine Lieberknecht, von Beruf Pastorin, verteidigte am Dienstag die Praxis, in Thüringen keine Schulkreuze aufzuhängen:

Es habe dafür nie eine Notwendigkeit bestanden, auch weil Thüringen „ein stark säkularisiertes Land“ sei […]. Die Kirchen brächten sich zu Recht intensiv ein. „Darüber hinaus Glaubenszeichen zu verordnen, halte ich für falsch“. [Thüringer Allgemeine]

Mag sein, dass man es in Thüringen, wo nur gut ein Viertel der Bevölkerung Mitglied einer Kirche ist, leichter hat, solche Aussagen zu machen. (Obwohl der Grad der Säkularisierung gemäß der Verfassung kein Kriterium für das Aufhängen von Schulkreuzen sein kann.) Vielleicht muss man auch Pastorin sein, damit man in den C-Parteien über Zweifel an seiner religiösen Linientreue erhaben ist.

Jedenfalls ist mein Eindruck, dass Frau Lieberknecht ihrer Parteifreundin Özkan ohne Not quasi beigesprungen ist, obwohl die harsche Kritik der übrigen CDU- und CSUler geradezu beängstigend war. Das trägt Skydaddy in seinem goldenen Buch ein.

Dank auch an den hpd für die Meldung.

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