Gebetsraum für Leute, die nicht so viel reisen ;-)

Vor einer Woche berichtete das Hamburger Abendblatt, über die Einweihung der Gefängniskirche in der Hamburger Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis:

Drei Jahre hat die Renovierung der Gefängniskirche in der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis gedauert – gestern wurde sie im Beisein von Bischöfin Maria Jepsen, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und dem russischen Erzpriester Sergej Baburin feierlich eingeweiht.

Euer Skydaddy hat sich natürlich sofort gefragt: Wer zahlt eigentlich für die Renovierung der Gefängniskirche? – und bei der Justizbehörde nachgefragt.

Schon auf meine zweite E-Mail gab es eine Antwort – und „Entwarnung“:

Es handelt sich bei der „Gefängniskirche“ nämlich offenbar gar nicht um ein separates Kirchengebäude, sondern um einen Andachtsraum (Kapelle).

Die Grundrenovierung fand im Rahmen einer Sanierung des ganzen Gebäudes statt. Die neue Innengestaltung wurde von den Kirchen finanziert, v.a. aus Sammlungen und Spenden.

Die komplette Pressemitteilung der Justizbehörde folgt unten.

Hier zwei Links zu den Artikeln im Hamburger Abendblatt:

(Da die Artikel beim Hamburger Abendblatt bei direkter Verlinkung kostenpflichtig sind, habe ich die Links auf die Googe News-Suche zu den Artikeln gesetzt. Wenn Ihr auf die Treffer klickt, könnt Ihr die kompletten Artikel lesen.)

In dem Artikel über die Gefängniskapelle erfahren wir auch, dass etwa ein Viertel der Häftlinge am Gottesdienst teilnimmt. Das dürfte deutlich über dem Gottesdienstbesuch bei der übrigen Bevölkerung liegen (bei Katholiken etwa 15%).

Hier nun die Pressemitteilung der Hamburger Justizbehörde vom 18. Februar 2010:

Ökumenischer Gottesdienst: Festliche Wiedereinweihung der Gefängniskapelle in der UHA Holstenglacis

Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Donnerstag die Gefängniskapelle in der Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis nach mehrjähriger Renovierung wiedereröffnet worden. Gehalten wurde der ökumenische Gottesdienst, an dem auch Justizsenator Dr. Till Steffen und Staatsrätin Carola v. Paczensky teilnahmen, von Bischöfin Maria Jepsen, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke und dem russisch-orthodoxen Erzpriester Sergej Baburin. „Schuld und Vergebung – diese großen biblischen Themen sind hier besonders gegenwärtig“, sagte Bischöfin Jepsen in ihrer Predigt. „Doch unser Glaube lässt sich nicht durch Mauern eingrenzen – mögen Gefangene wie Bedienstete das hier erfahren.“ Die ökumenische Kapelle sei „ein Ort des Aufatmens und der Freiheit“, sagte Weihbischof Dr. Jaschke: „Gerade im Gefängnis dürfen die Menschen erfahren, dass Gott sie nicht fallen lässt, ihr Leben ernst nimmt und ihnen etwas zutraut.“ Justizsenator Dr. Steffen sagte anlässlich der Wiedereinweihung: „Ich freue mich, dass Gefangene sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der wiedereingeweihten Kapelle einen so schönen Ort zur ökumenischen Begegnung, zum Innehalten und zum kulturellen Austausch nutzen können.“

Die Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis wurde von 1877 bis 1881 errichtet. Nach Plänen des Hamburger Oberbaudirektors Fritz Schumacher entstand von 1927 bis 1929 ein Erweiterungsbau, in dem auch die Gefängniskapelle liegt. Der hell und freundlich gestaltete Raum verfügt über rund 100 Plätze und ist mit Orgel, Stühlen und schlichtem Altartisch ausgestattet. Neu sind ein großes abstraktes Wandbild sowie ein Tauf- und Weihwasserbecken. Beides wurde von dem Künstler Hans Walter gestaltet. Die Grundrenovierung fand im Rahmen einer Sanierung des ganzen Gebäudes statt. Die neue Innengestaltung wurde von den Kirchen finanziert, v.a. aus Sammlungen und Spenden. Die Gottesdienste der Konfessionen finden im wöchentlichen Wechsel statt. Der Raum soll auch für Kulturveranstaltungen zur genutzt werden wie Konzerte und Lesungen für Gefangene und Bedienstete.

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One Response to Gebetsraum für Leute, die nicht so viel reisen ;-)

  1. Schwabe sagt:

    Ihre Seiten animieren mich, viel mehr missionarisch tätig zu sein, insoweit fühle ich mich zu Dank verpflichtet. Papier ist geduldig, das Internet muss noch viel mehr ertragen. Ich werde Geld an die Mission für verfolgte Christen im Ausland spenden, ebenso an die Liebenzeller Mission für verwahrloste Gegenden im Osten mit einem Kirchenanteil von weniger als einem Viertel. Für Erste Adieu skydaddy. Wenn Ihr ein Abschiedsgeschenk wollt, schick ich Euch gerne ein Losungsheft, unter der Voraussetzung, Ihr lernt die Verse.

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