Aus dem 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)

Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Weltanschauung. Diese politische Bewegung entstand in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Seine in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) organisierten Anhänger gelangten unter Adolf Hitler 1933 zur Herrschaft und errichteten eine totalitäre Diktatur, den „Führerstaat“ bzw. das „Dritte Reich“. Sie vollzogen seit 1939 die Eroberungskriege, die den Zweiten Weltkrieg auslösten, und verübten die Verbrechen des Holocaust. Ihre Herrschaft endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. [Wikipedia]

Aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP:

Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden.

Hinweis: Ich will damit natürlich nicht Christen pauschal mit Nazis oder Faschisten gleichsetzen. Es wäre mir viel lieber, ich müsste hier überhaupt keine Nazi-Texte wiedergeben. Leider ist es aber so, dass Bischöfe wie Mixa und Meisner gerne Geschichtsfälschung betreiben und so tun, als seien die Nazis „gottlos“ und „Atheisten“ gewesen. Deshalb erscheint es mir notwendig, darauf hinzuweisen, wie es wirklich war.

Wikipedia-Artikel zum 25-Punkte-Programm der NSDAP

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7 Responses to Aus dem 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)

  1. […] Aus dem 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) […]

  2. tom sagt:

    Besser wäre es gewesen, den ganzen Abschnitt zu zitieren:
    24.Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen….

    Dieser Satz steht nämlich vor dem hier zitierten und relativiert das „Bekenntnis“ zum „positiven“ Christentum.
    Entscheidend war nämlich das „Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse“ – definiert von der NSDAP. Nur was sich innerhalb ihrer Rassenideologie bewegte, war erlaubt und insofern u. a. „positives“ Christentum. Das sog. „positive Christentum“ ist schließlich selbst ein schillernder Begriff, in den jeder hineinlesen konnte, was er wollte.

    • skydaddy sagt:

      Du hast natürlich recht, dass „positives Christentum“ ein schillernder Begriff ist. Aber kaum so schillernd, dass die Nazis als gottlos bezeichnet werden könnten. Nur um diesen Punkt ging es mir hier.

      Nazitexte würde ich, wie gesagt, am liebsten gar nicht zitieren. Wenn, dann so knapp wie möglich. Hinzu kommt hier, dass aus meiner Sicht der erste Satz bis „oder“ (d.h. Freiheit aller religiösen Bekenntnisse) durchaus positiv ist – und bei den Nazis muss man m.E. nicht darauf hinweisen, was dort hier und da gut gewesen sein mag. Ich heiße ja nicht Herman…

      Bin aber immer für solches Feedback dankbar!

      • Tom sagt:

        Naja, nun muß man unterscheiden, aus welcher Perspektive man die „Gottlosigkeit“ beurteilt. In den 30er Jahren war z. B. in Dtld. „Atheismus“ gleichbedeutend mit „Bolschewismus“. Wegen dieser negative Konnotation des Begriffs bekannte sich niemand zum Atheismus und versuchte zugleich nicht einmal in die Nähe desselben zu geraten. Ausweg für die aus der Kirche Ausgetretenen war die „Gottgläubigkeit“ unter die sich ein diffuser Vorsehungsglaube, Himmlers Hexenwahn oder auch die vermeintlich wissenschaftliche Rassenideologie packen ließen. Wenn man also den heutigen Atheismus-Begriff oder auch nur das Merkmal „Konfessionsloser“ auf das 3. Reich überträgt, ist das wenig sinnvoll, weil es damals andere Zusammenhänge gab, die diese Begriffe als zu vermeiden erscheinen ließen.

        Die andere Grundlage für eine Beurteilung der „Gottlosigkeit“ ist die Frage nach der weltanschaulichen Grundlage des Staates. Unter dem Grundgesetz findet eine solche weltanschauliche oder religiöse Grundierung nicht statt, vielmehr ist der plurale Staat offen für unterschiedliche Letztbegründungen seiner Legitimität. Rosseaus Gesellschaftsvertrag ist genauso möglich wie „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“ Insofern ließe sich das plurale Staatswesen auch nicht als „gottlos“ bezeichnen, weil es dem Bürger die auch religiöse Begründung des Staates ermöglicht. Anders war es in der DDR, in der der historische Materialismus als „wissenschaftliche Weltanschauung der fortschrittlichen Arbeiterklasse“ alleinige Grundlage des Staates war. Einen anderen Zugang zum Staat und zu seinen Aufgaben konnte die DDR nur als defizitär wahrnehmen und mehr oder weniger hart bekämpfen.

        Im 3. Reich war alleinige und ausschließlich Grundlage des Staates die Rassenideologie und die Verabsolutierung des Staates. Durch dieses Tor mußten alle religiös-weltanschaulichen Begründungen gehen, sonst widersprachen sie der Staatsdoktrin und standen außerhalb der „Volksgemeinschaft“. Und mit diesen allgemeinverbindlichen weltanschaulichen Grundlagen des Staates kann man schon zu dem Schluß kommen, daß der NS-Staat „gottlos“ war. Dies ist freilich eine nur unzureichende Charakterisierung des 3. Reichs, als es eben auch allen anderen weltanschaulichen Begründungen des Staates feindlich gegenüber stand. Das 3. Reich hatte seine eigene und allein wahre Staatsweltanschauung, die alle anderen ausschloß und dies läuft dann unter dem Titel des „totalitären Staates“.

        Zum positiven Christentum: Damit war landläufig zu Beginn des 20 Jhd. ein theologisch konservatives Christentum gemeint, das im Gegensatz zum sog. liberalen Christentum an den evangelisch-theologischen Fakultäten stand. Für die Nazis meinte positives Christentum hingegen ein von den jüdischen Elementen gereinigtes Christentum mit Christus als germanischem Helden. Also etwas völlig anderes.

        Zum ersten Halbsatz aus dem 25-Punkte-Programm: Richtig, dieser Teil des Satzes klingt unverfänglich, aber entscheidend ist ja nunmal die Gesamtaussage. Und da steht schließlich am Ende des Bekenntnisses zur Freiheit die umfassende Einschränkungsmöglichkeit. Entscheidend sind nicht die Rechtsgewährleistungen, sondern ihre Einschränkbarkeit und Durchsetzbarkeit. Auch in die sowjetische Verfassung von 1936 gewährte den Bürgern Grundrechte, wovon sie freilich nichts bemerkt haben dürften.

      • skydaddy sagt:

        @Tom:

        Noch einmal: Es geht hier nur darum, zu zeigen, dass die Nazis eben nicht so gottlos waren, wie M&M das gerne hätten. Ob die Nazis Christen waren oder ihr Verständnis vom Christentum der kirchlichen Lehre entsprach, darum geht es hier nicht.

        1. Wer seinen dem Bolschewisten „Gottlosigkeit“ oder „Atheismus“ vorwirft, kann sich nicht selbst als Atheist verstehen – sonst ergäbe der Vorwurf ja keinen Sinn.

        2. Sicher lässt sich vieles unter den Begriff „gottgläubig“ fassen – aber doch wohl als Erstes und vor allem der Glaube an Gott! Es ist ja gerade ein beliebter Propagandatrick, derart weit gefasste Begriffe zu verwenden, dass sich jeder das darunter vorstellen kann, was er gerne möchte. Die meisten Deutschen dürften doch wohl Christen – und nicht nur dem Namen nach – gewesen sein?

        3. Natürlich lässt ein totalitärer Staat per Definition nichts anderes gelten als die eigene Ideologie. Das sagt aber noch nichts über die Ideologie an sich aus. Meines Erachtens sind z.B. auch Gottesstaaten totalitär. Dass das heutige Verständnis von Christentum nicht durch das „Nazi-Tor“ gepasst hätte lässt nicht den Schluss zu, dass die Nazis gottlos gewesen wären. Außerdem standen die Nazis ja mit ihrem Antisemitismus durchaus in christlicher Tradition.

        Ich bleibe dabei: Die Nazis mögen keine „Mainstream-Christen“ gewesen sein – aber sie als gottlos zu bezeichnen ist absurd!

  3. Dennis sagt:

    Danke für die gute Quelle! Kann ich nun als weiteren guten Beleg Anführen.

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